Tag 5: Svolvær

Am ersten Tag auf den Lofoten hingen die Wolken sehr tief, teils gab es etwas Nieselregen. So galt es Svolvær zu Fuß zu erkunden. Eine Tour um den Hafen, auf die vorgelagerte Landzunge lohnt sich. In der Stadt sollte man gezielt Pfade auf die Felsblöcke suchen, sofert sie nicht zu privaten Grundstücken gehören. Ist man oben angekommen, bietet sich ein wunderbarer Blick über den Ort. Am Nachmittag zog es auf, so wurde der Blick frei auf die vorgelagerten Inseln.

Gleich gefiel mir der Hafenbereich ud das restaurant Bacalao. Hier trifft sich Jung und Alt, es ist gemütlich. Die Speisen sind noch erschwinglich. Im Restaurant hingen um die zeit rießige Leinwände lokaler Fotografen mit beeindruckenden Winterfotos von Windsurfern in der Brandung oder Alpinen Skifahren die von den Berggipfeln hinab fuhren. Auch einen Außenbereich zum Sitzen direkt an der Hafenpromenade gibt es.

Am späten Abend habe ich den entdeckten Felsblock bestiegen und den Ausblick auf die vorgelagerten Inseln Lille Molla und Skrova genossen.

Tag 6: Tour nach Kabelvåg und Henningsvær

Nach Abholung des Mietwagen ging es auf eine Nachmittag-Rundtour. Der Himmel zeigte sich heiter und die Sonne wärmte angenehm.

Kabelvåg

war die erste Station. Es ist ein netter kleiner Ort mit Hafen. Hier findet man auch Felerhebungen, die man als Aussichtspunkt nutzen kann.

Auf dem Weg

Weiter geht es nach Rørvikstranda. Hier findet man einen sehr schönen Badestrand. Es gibt feinen Sand. Mein Weg führt mich die schmale und landschaftlich sehr schöne Straße nach Henningsvær. Ich habe zwischendurch immer mal angehalten und kleine Felsen erklommen um die beeindrucken Landschaft und felsige Küste zu betrachten.

Henningsvær

ist ein romantisches Fischerdörfchen. Es bietet ein kleines Museum mit Gemälden, teils von einheimischen Malern - sehr sehenswert. Ein Rundgang im Ort, am Hafen entlang und ein Besuch in einem der Cafés lohnt sich.

Zurück geht es die gleiche Straße aber dann erst mal bis zur Brücke über den Gimsøstraumen. Dann ist schon der Abend heran und es geht zurück zum Quartier.

Tag 7: Ein Regentag

Mit schlechtem Wetter muss man auf den Lofoten rechnen. Vor allem ist das Wetter nicht lange stabil und wechselt schnell. Da ich den Mietwagen hatte und was von den Inseln sehen wollte, bin ich auf Tour "gefahren". Allerdings zogen die Wolken so tief, dass nur ganz wenig von den schönen Bergen zu sichtbar wurde. Somit lagt es nahe ein Museum zu besuchen. Mein Weg führte nach Borg, wo sich das Wikinger Museum befindet. Hier gibt es ein beeindruckendes Langhaus, in dem dem man ein Gefühl für Winkinger bekommt. Passend zum kühlen und nassen Wetter brannten im Langhaus gemütliche Lagerfeuer. Man kann verschiedene Themen des Lebens der Wikinger kennen lernen. Auch ein Spaziergang zum Bootsanleger, wo man bei schönem Wetter in einem Wikinger-Boot auf den See raus fahren kann, lohnt sich. Zu dem Zeitpunkt als ich da war, war das aber wenig gemütlich.

Die Rücktour führte mich die Runde um die Südseite übeer Leknes, Stamsund und Valberg. bei schönem Wetter ist man auf der Strecke sich sehr gut mit dem Fahrrad unterwegs. Aber das Wetter blieb regnerisch und nebelig.

Tag 8: Große Inseltour bis nach Å i Lofoten

Früh standen noch viele Wolken am Himmel. Aber egal, auf geht es zur großen Tagestour. Ich wollte nach Reine, Sørvågen, Hamnøya und Ramberg - alles Orte von denen ich schon beeindruckende Landschaftsfotos gesehen hatte. Die Tour über die E10 ist landschaftlich wunderschön. Ich kann nur empfehlen immmer mal wieder irgendwo anzuhalten und einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. So vergeht schnell die Zeit und die Strecke zieht sich auch. In Ramberg kam zum Glück die Sonne durch und es wurde ein angenehm warmer Tag.

An einem Tag von Svolvær bis Å und zurück ist aber definitiv zu wenig Zeit. Am besten man hat im Auto Zelt, Schlafsack und Isomatte dabei. Dann kann man einfach da Übernachten, wo es einem landschaftlich gerade gefällt. Eine feste Unterkunft ist dann nicht unbedingt nötig. Folgende Orte waren sicher Höhepunkte der Tour:

  • Am kleinen See Gårdsvatnet gibt es nahe der Straße einen Aussichtpunkt über den See. Ich habe hier Adler, Singschwäne und diverse Wasservögel beobachtet. Auch den Trauerschnäpper sieht und hört man hier.
  • Flakstad - Sandstrand und Spot für Wellensurfer
  • Ramberg - sehr schöner Sandstrand, Pausenplatz, aber auch Wandermöglichkeit auf einen der Berghänge mit schönem Ausblick
  • Am Akkarvikodden Rasteplass einfach mal an die Küstenlinie laufen. Dann eröffnet sich ein schöner Blick auf die feslige Küste und die in der ferne liegenden Berge.
  • Hamnøya - Auto abstellen und einfach durch den Ort bummeln.
  • Sakrisøy - auch hier einfach mal etwas spazieren gehen. Hier kann man auch eine Gaststätte / Imbiss finden.
  • Reine - oft fotografiert. Hier gibt es auch eine Tankstelle.
  • Und letzlich Å: Der Parkplatz liegt hinter dem Ort nach dem Tunnel. Eine kleine Wanderung auf den angrenzenden Felsen und zum Fjordsee Ågvatnet dahinter lohnt sich. Allerdings sollte man wasserfeste Wanderschuhe nutzen.
  • Auf der Rücktour am späten Abend ist eine kleine Wanderung am Rastplatz "Torvdalshalsen rasteplass" auf dem markierten Weg zum Gipfel ein echtes Erlebnis. Man wird mit einem wunderbaren Rundumblick beohnt. Gerade Ende Mai zur späten Stunden ist alles in ein goldenes, sanftes Licht getaucht.

Für viel mehr ist an einem Tag keine Zeit. In Smeden i Sund war ich auch, aber das war eher weniger lohnenswert.

Tag 9: Bergwandern

Nun sollte es auch ein etwas aktiverer Urlaub werden. Bei so schönen Bergen muss man auch mal auf ein paar Gipfel steigen und die Aussicht genießen. Auch hierfür kann man viel Zeit verbringen, wenn das Wetter passt. Man wird mit unglaublich beeindruckenden Ausblicken belohnt.

  • Ein günstig gelegener Gipfel ist der Glomtinden (339m, Schwierigkeit mittel). Beim Aufstieg bietet sich der Blick nach Westen und ab dem Sattel auch Richtung Svolvær und die Küstenlandschaft. Erst das letzte Stück ist steiler, sieht aber von der Ferne schwieriger aus als es ist. Zwischen den großen Blöcken findet sich immer ein guter Pfad.
  • Der nächste Berg soll der Hoven sein. Dieser steht völlig frei auf der Insel Gimsøya. Am Golfplatz kann man parken (der nördlichste Golfplatz der Welt laut Angabe vor Ort). Der Weg zum Berg ist teils sehr feucht und manchmal sehr ausgewaschen. Man bekommt hier einen unvergesslichen Ausblick über das Feuchtgebiet der Insel Gimsøya und auch auf umliegende Berge. Der Anstieg ist von der Schwierigkeit als "mittel" einzustufen, wenn ich es mit typischen Angaben in den Alpen einordne.
    Bevor man wieder abfährt, kann man am Golfplatz einen Kaffee und auch ein Stück Kuchen essen. Auf der Insel Gimsøya sollte man nahe der Seen anhalten. Es gibt verschiedene Wasservögel zu entdecken (Prachttaucher). Ein Fernglas ist sehr zu empfehlen.

Tag 11: Wanderung zur Hütte Nøkksætra

Leider zeigte sich das Wetter regnerisch. Für meinen letzten Tag auf den Lofoten hatte ich mir eine Wanderung ins Hinterland von Svolvær ausgesucht, zur Hütte Nøkksætra. Der Weg führt durch ein wildes Feuchtgebiet, dass im Winter für Langlauf und Alpinen Skisport genutzt wird. Die Wege sind teils sehr aufwendig als Stege aus Holz ausgeführt. Man hört sehr seltsame Vogelstimmen und sieht sie auch manchmal. Nur ist mir nicht gelungen sie auf Fotos zu bringen. Die Gegend is sehr einsam. Der Weg ist aber schön und wenn Wetter und Sicht besser gewesen wären, so hätte man sicher auch hier imposante Ausblicke erleben können. Der See, an dem die Hütte liegt, war um die Zeit noch komplett zugefroren. Auch hier benötigt man unbedingt wasserfeste Bergstiefel.