Tag 2

Einfahrt in den Oslo-Fjord

Wenn man früh aufsteht, kann man noch ein paar schöne Leuchttürme sehen. Das Schiff fährt in den Oslofjord ein. Bei meiner Überfahrt lag alles im Nebel und wirkte geheimnisvoll. Nach den flachen Landstrichen von Dänemark wird die Landschaft mit ihren Felsen schon beeindruckender. Nett anzusehen sind die kleinen Ferienhäuser aus Holz, die sich auf den Inseln befinden und auch die vielen Leuchtsignale.

Dann verzog sich der Nebel und Oslo zeigte sich in seiner Ausdehnung. Eigentlich könnte das Schiff bei der Enfahrt etwas langsamer fahren, um alles intensiver zu genießen. Da der Außenbereich von Deck 6 nicht umflaufend begangen werden kann, muss man die Seiten immer mal über den Innenbereich wechseln.
Das Schiff legt 10:00Uhr an.

Stadtbummel in Oslo

Vom Anleger muss man ca. 30..40 min bis zum Bahnhof laufen. Mit Rollkoffer ist das kein Problem und man bekommt einen ersten Eindruck von der Stadt. Auffallend waren die vielen Radfahrer auf der Radschnellstraße neben der Hauptstraße. Ich empfehle über Aker Brygge und Tjuvholmen (der ganz neue Stadtteil auf dem ehemailgen Werft-Gelände) zu laufen. So umgeht man den lauten Straßenverkehr, auch wenn die Strecke dadurch länger wird.

Ich hatte den Nachtzug mit Schlafwagen nach Trondheim gewählt. Der fährt erst nach 23:00 ab. Also Koffer am Bahnhof ins Schließfach (Kreditkarte nötig, Norwegen ist modern, vieles geht nur mit Kartenzahlung, wie auch der Besuch einer öffentlichen Toilette) deponieren und mit leichtem Rucksack die Stadt erkunden.

Das Wetter meinte es etwas zu gut, es war wirklich sehr warm - also nicht so wirklich ideales Wetter für einen Bummel in einer Großstadt.

Das Königsschloss, der zugehörige Park, ein Bummel entlang der Straße "Karl Johans gate" sind zu empfehlen. Hier findet man auch ein nettes Straßen-Café. Der Besuch der Hafenpromenade, von der aus man das Opernhaus sehen kann, ist lohnend. Hier kann man auch etwas verweilen und das Treiben beobachten. Auch das Glockenspiel vom markanten Rathaus kann man sich mal anhören - es ist recht lang und komplex. Und von hier kommt man gut in den sehr schönen Stadtteil Tjuvholmen.

Ich bin auch zum Bothanischen Garten gelaufen. Den fand ich nicht so beeindruckend, aber es war ja genug Zeit. Auf dem Rückweg zum Bahnhof bin ich durch den Statdteil Tøyen gelaufen - sehr interessant. Hier leben viele Emigranten aus der Türkei und arabischen Ländern. Man fühlt sich fast in einem anderen Land.

Zugfahrt Oslo - Trondheim

Der Zug stand schon ca. 1 Stunde vor Abfahrt bereit. Es gibt einen Check In. Dafür muss man im Speisewagen beim Zugbegleiter seine Fahrkarte vorweisen. Man bekommt sein Abteil zugewiesen. Das Abteil hat 2 Betten. Einzelreisende haben ein Abteil für sich. Ein Waschbecken befindet sich im Abteil. Auch 2 Wasserflaschen waren vorhanden und Ohrstöpsel für eine ruhigen Schlaf. Da es spät war und wir laut Plan am nächsten Morgen schon 06:20Uhr in Trondheim sein sollten, ging es gleich ins Bett. Die Fahrt war sehr angenehm und man kann gut schlafen.

Zugstrecke Oslo - Trondhem