Tag 12: Rückfahrt, Etappe Svolvær - Bodø

Zurück sollte es etwas anders gehen als auf dem Weg hierher. Es gibt eine Inselverbindung, einen Katamaran, der viele Inseln auf dem Weg von Svolvær nach Bodø anfährt. Bei ruhiger See ist das sicher eine sehr schöne Tour. Leider hatte ich Windstärke kurz unter Sturm. Die Wellen waren so hoch wie das Schiff. Also nur was für wirklich seegangfeste Menschen oder echte Achterbah-Fans. Gleich an der Hafenausfahrt Svolvær krachte der erste Brecher auf das Schiff und man wusste was nun kommt. Die Norweger juchzten. Die Überfahrt dauert ca. 3,5h. Der Kapitän verwies die Fahrgäste zeitweise auf die Sitze, alles andere wäre gefährlich gewesen. Die es nicht beachteten flogen wirklich quer durch den Laufgang. Oft fiel das Schiff vom Wellenberg im freien Fall ins Wellental. Der Wind kam aus Südwest, also genau so, dass sich Wellen maximal aufbauen konnten und die vorgelagerten Inseln die geringste abschirmende Wirkung hatten. Aber wer kann das schon vorher wissen...

Tag 13: Rückfahrt, Etappe Bodø - Trondheim

In Bodø geht am Abend der Nachtzug nach Trondheim. Im Schlafwagen ist das wieder eine sehr angenehme Art des Reisens. Am Morgen kommt man kurz vor 8 Uhr in Trondheim an und erst am Abend fährt der nächste Nachtzug nach Oslo. So bleibt ein ganzer Tag, um in Ruhe Trondheim zu erkunden. man ann aber auch den nächsten Expresszug am Tag nach Oslo nehmen - wollte ich aber nicht.

In Trondheim lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch am Nidarosdom. Das ist der Krönungsdom, massiv mit Steinmetzkunst verziert. Ein Bummel durch die Altstadt mit ihren kleinen Holzhäusern bis zum alten Hafengelände mit den vielen Café und Restaurant ist zu empfehlen. Aber auch der Aufstieg zur Festung mit dem Ausblick über die Stadt lohnt sich. Dabei kommt man am einzigen Fahrradaufzug der Welt vorbei. Kurios und sehenswert ist der und man sollte warten, bis ihn jemand nutzt. Die alte Zugbrücke für die Eisenbahn in Aktion zu sehen ist ein kleines Highlight.